Magischer Raum Lemuria

Ulrike Roßberg


Traumfänger - Dreamcatcher 

Workshop

 

Legenden gibt es zahlreiche, doch die wohl bekannteste rund um den ersten Traumfänger, hat ihre Wurzeln bei den Lakota-Indianern. Laut dieser indianischen Legende erschien einem alten Schamanen des Stammes auf der Spitze eines Berges der Lehrer der Weisheit und Magier Iktomi. Dieser kam als Großmutter Spinne daher und erzählte dem Schamanen über die einzelnen Lebenszyklen des Menschen. Die Spinne sprach darüber, wie ein Menschenleben beginnt, und wie wir uns vom Säugling zur Kindheit bis hin zum Erwachsenenleben begeben. Während Großmutter Spinne erzählte, wob sie ein Netz um einen alten, mit Pferdehaaren und Federn besetzten Weidenreifen. Letztendlich sprach sie auch von dem letzten Zyklus, in dem wir alt sind und darauf angewiesen, umsorgt zu werden. Irgendwann dann kehren wir zurück zu unseren Ahnen. Des Weiteren erläutert Großmutter Spinne dem Schamanen in besagter Legende, dass uns in unserer Lebenszeit gute und schlechte Kräfte begegnen. Während ihrer Erzählungen webt sie unermüdlich weiter an dem Netz. Als sie es fertiggestellt hat, erklärt sie, dass gute und wertvolle Träume und Visionen in diesem Netz eingefangen werden, vorausgesetzt, man glaubt an den großen Geist. Alles Schlechte hingegen wird durch das Loch in der Mitte verschwinden, versprach Großmutter Spinne. Diese Version über die Kräfte des Traumfängers gaben die Schamanen weiter an das Volk. Um die Kinder während der Nacht vor dem Bösen zu beschützen, fertigten die Großeltern fortan Traumfänger für jedes Neugeborene.

Traumfänger stammen aus dem Kulturkreis der Indianer, genauer aus der Ojibwe-Kultur. Obwohl sie sich optisch oft ziemlich unterscheiden, haben doch alle Traumfänger eine Grundform gemeinsam, nämlich ein von einem Reifen umrahmtes Netz. Dem alten, überlieferten Glauben nach, wird angenommen, dass die schlechten Träume in eben diesem Netz hängen bleiben, wo sie später von der Morgensonne neutralisiert werden, wohingegen die schönen Träume den Weg hindurchfinden. Dieser Glaube verlieh dem Netz dann auch zu seiner Bezeichnung: Traumfänger. In der Sprache der Indianer liest sich das „bawaajige nagwaagan“, was so viel wie „Traumfalle“ bedeutet. „Titlahtin“ nannten die Azteken den Traumfänger. Viele Sagen und Legenden rund um den Traumfänger, wurden übrigens von den Anishnabe- und den Ojib-Indianern überliefert, entgegen der weitläufigen Meinung, dass der Ursprung aller Erzählungen bei den Lakota-Indianern verwurzelt ist. In den 60er- und 70er-Jahren übernahmen dann auch andere indigene Völker in Nordamerika den Begriff „Traumfalle“. Der Traumfänger ist ein Kultobjekt, das sich weit über den indianischen Kulturkreis hinaus großer Beliebtheit erfreut und unter den Dekorations- und Geschenkideen ganz weit oben steht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

...eine kleine Sammlung der Bedeutung und Legenden des Traumfänger (eng.) Dreamcatcher

 

Traditionelle Überlieferung

 

Vor langer, langer Zeit war eine Familie in ganz schwerer Not. Wohl führten sie ein gutes und im Geistigen begründetes Leben, aber ihre Nächte waren von schrecklichen Träumen und Visionen erfüllt. Der Vater, der keinen anderen Ausweg sah, nahm seine Medizinpfeife und ging, um Rat zu suchen beim großen Geist. Ruhig saß er auf einem offenen, mit Präriegras bestandenen Feld, rauchte dabei und lauschte dem Flüstern des Windes. "Ich kann dir helfen", hört er. "Wer sprach zu mir?" , fragte der Vater. Als er um sich sah, bemerkte er eine große Spinne, die auf einem Grashalm saß. "Ich bin es, die dich angerufen hat. Ich habe eine Antwort auf deine Gebete. Ich will dich meine Medizin lehren. Die Verwirrung in deinem Leben kommen nicht aus dir selbst, denn du führst ein gutes, im Geistigen begründetes Leben. Jene Geister um dich herum, die nicht in Harmonie leben, möchten, dass du zugrunde gehst. Es sind böse Geister, dem Chaos entstammend, die dich während deines Schlafes heimsuchen." Während die Spinne dem Vater das alles sagte, war sie geschäftig, zog zwei Grashalme zueinander und band sie mit Spinnweb zusammen. "Du mußt mir jetzt bestimmte Dinge bringen, damit ich dir helfen kann", sagte die Spinne. Der Vater ging fort und brachte, als er zurückkam die Dinge mit, die die Spinne erbeten hatte. Zuerst legte er die Adlerfeder in das Gewebe. "Diese Feder bedeutet die Luft und die Geister der Lüfte", sagte die Spinne. "Als nächstes soll der Stein in das Gewebe gebracht werden, dieser Stein bedeutet den Geist der Erde.
Dann lege die Muschel in das Gewebe, diese Muschel bedeutet den Geist des Meeres. Zum Schluß lege die Perlenschnur in das Gewebe: Diese Perlen wurden im Feuer gebildet und bedeuten die Geister des Feuers. Nun nimm diesen Fänger der Träume, der die Kräfte von Erde, Wind, Feuer und Wasser in sich trägt. Hänge ihn über dein Bett und du wirst gut ruhen. Weil friedliche Geister sich in einer geraden Linie fortbewegen, werden sie in den Träumen zu dir kommen können. Aber die Geister chaotischen Ursprungs können auf gerader Linie nicht vorankommen und werden in dem Gewebe eingefangen, wo sie festgehalten werden, bis die ersten
Strahlen der Sonne sie verbrennen."

 

 



Legende der Lakota Sioux Indianer


Vor langer Zeit, als die Welt jung war, begab sich ein alter spiritueller Führer der Lakota-Sioux auf einen hohen Berg. Dort hatte er eine Vision.In seiner Vision erschien ihm Iktomi, der große Trickser und Lehrer der Weisheit, in Gestalt einer Spinne. Iktomi sprach zu dem Ältesten in einer Sprache, die nur die spirituellen Führer der Lakota verstehen konnten. Während er sprach, nahm Iktomi, die Spinne, des Ältesten Weidenreifen, der mit Federn besetzt war, einige Pferdehaare, Perlen und Opfergaben und begann, ein Netz zu spinnen. Er sprach zu dem Ältesten über die Lebenszyklen – darüber, wie wir unser Leben als Säuglinge beginnen und uns weiterbewegen zur Kindheit und dann zum Erwachsenenalter. Schließlich erreichen wir das Alter, wo für uns gesorgt wird wie für Kinder – den Zyklus vervollständigend.
„Aber”, sagte Iktomi, während er fortfuhr, sein Netz zu spinnen, „in jeder Zeit des Lebens begegnen uns Kräfte – einige gute und einige schlechte. Wenn Du den guten Kräften zuhörst, werden sie Dich in die richtige Richtung lenken. Hörst Du aber auf die schlechten Kräfte, werden sie Dich verletzen und fehlleiten.”
Er fuhr fort: „Es gibt viele Kräfte und verschiedene Richtungen, welche hilfreich sein können und Dich unterstützen, in Harmonie mit der Natur wie auch mit dem Großen Geist und seinen wundervollen Lehren zu leben, und solche, die sich einmischen und stören.”
Die ganze Zeit, während die Spinne sprach, fuhr sie fort, ihr Netz zu weben, beginnend an der Außenseite und zur Mitte hinarbeitend. Als Iktomi seine Erläuterungen beendet hatte, gab er dem Lakota-Ältesten das Netz und sagte: „Schau, das Netz ist ein vollkommener Kreis, aber da ist ein Loch im Zentrum des Kreises. Benutze das Netz, um Dir und Deinem Stamm zu helfen, Eure Ziele zu erreichen und nutze die Ideen, Träume und Visionen Deines Volkes in sinnvoller Weise. Wenn Du an den Großen Geist glaubst, wird das Netz Deine wertvollen Ideen einfangen, während die schädlichen durch das Loch verschwinden.”
Der Lakota-Älteste gab seine Vision an sein Volk weiter, und nun gebrauchen die Sioux-Indianer den Dreamcatcher als Netz des Lebens: Der Dreamcatcher wird über ihren Betten aufgehängt, um ihre Träume zu sieben. Das Gute ihrer Träume wird im Lebensnetz gefangen und begleitet sie – aber das Böse rinnt durch das Loch im Zentrum und ist nicht länger ein Teil von ihnen. Die Sioux glauben, dass der Dreamcatcher das Schicksal ihrer Zukunft entscheidet.

 

 


Überlieferung der Ureinwohner Australiens der Aborigines

 

Die Seelenfrau diente der Gemeinschaft als Traumfängerin. Alle Menschen träumen, nicht jeder macht sich die Mühe, sich an seine Träume zu erinnern und die darin enthaltenen Botschaften zu entziffern, aber wir träumen alle. Träume sind Schatten der Realität, von allem was auf dieser Welt geschieht, gibt es auch ein Abbild in der Traumwelt. Und dort findet man zu allem eine Antwort.
Die Spinnennetze wurden bei einer aus Tänzen und Liedern bestehenden Zeremonie als Hilfsmittel eingesetzt. Man bat das Universum auf diese Weise um eine Führung durch die Welt der Träume. Die Seelenfrau half dem Träumenden dann, die Botschaft in seinem Traum zu deuten.
Es gab Ahnenträume aus der Zeit, als der Gedanke die Welt erschuf; es gab Wachträume wie zum Beispiel die tiefe Meditation; es gab Schlafträume und viele andere mehr.
Die Stammesangehörigen nehmen die Hilfe der Traumfänger bei den unterschiedlichsten Problemen in Anspruch. Wenn sie sich über ihre Beziehung zu einem anderen Menschen nicht im klaren sind, Probleme mit der Gesundheit haben oder nicht verstehen, welchen Sinn eine bestimmte Erfahrung haben soll, suchen sie die Antwort auf ihre Fragen stets im Traum. Für uns "Veränderte Menschen" gibt es nur einen Zugang zur Traumwelt: den Schlaf. Aber die "Wahren Menschen" können sich auch im wachen Zustand in die Bewusstseinsebene des Traums versetzen. Da sie sich nicht mit Hilfe bewusstseins-verändernder Drogen in die Traumwelt begeben,
sondern einfach durch Atemtechnik und Konzentration, handeln sie sehr bewusst. Die Stammesangehörigen träumen nachts nur, wenn sie einen Traum herbeigerufen haben. Der Schlaf ist für ihre Körper eine wichtige Zeit der Ruhe und Erholung. In diesen Stunden sollen die Energien nicht auf mehrere Vorhaben gleichzeitig gelenkt werden. Sie glauben, dass wir "Veränderten Menschen" nachts träumen, weil es in unserer Gesellschaft nicht erlaubt ist, tagsüber zu träumen.
(aus dem Buch "Traumfänger" von Marlo Morgan)

 

Vor langer, langer Zeit waren die Wahren Menschen in schrecklicher Not. Sie führten ein gutes Leben, aber ihre Nächte waren von schrecklichen Träumen und Visionen erfüllt.

Der Stammesälteste, der keinen Ausweg sah, ging er ins Outback und lauschte dem Flüstern des Windes.

"Ich kann dir helfen", hörte er. "Wer sprach zu mir?" fragte der Alte. Als er um sich sah, bemerkte er eine große Spinne, die auf einem Grashalm saß. "Ich bin es, die dich angerufen hat. Ich habe eine Antwort auf deine Probleme. Ich will dich meine Medizin lehren. Die Verwirrungen in deinem Leben kommen nicht aus dir selbst, denn du führst ein gutes, im Geistigen begründetes Leben. Jene Geister um dich herum, die nicht in Harmonie leben, möchten, dass du zugrunde gehst. Es sind böse Geister, dem Chaos entstammend, die dich während deines Schlafes heimsuchen."

Während die Spinne dem weisen Mann das alles sagte war sie geschäftig, zog zwei Grashalme zueinander und band sie mit Spinnweb zusammen. "Du musst mir jetzt bestimmte Dinge bringen, damit ich dir helfen kann", sagte die Spinne.

Der weise Mann ging fort und brachte, als er zurück kam die Dinge mit, die die Spinne erbeten hatte. Zuerst legte er die Vogelfeder in das Gewebe. "Diese Feder bedeutet die Luft und die Geister der Lüfte", sagte die Spinne. "Als nächstes soll der Stein in das Gewebe gebracht werden, dieser Stein bedeutet den Geist der Erde. Dann lege die Muschel in das Gewebe, diese Muschel bedeutet den Geist des Meeres. Zum Schluss lege die Perlenschnur in das Gewebe. Diese Perlen wurden im Feuer gebildet und bedeuten die Geister des Feuers.

Nun nimm diesen Fänger der Träume, der die Kräfte von Erde, Wind, Feuer und Wasser in sich trägt. Hänge ihn über eure Schlafstatt und du wirst gut ruhen. Weil friedliche Geister sich in einer geraden Linie fortbewegen, werden sie in den Träumen zu dir kommen können. Aber die Geister chaotischen Ursprungs können auf gerader Linie nicht vorankommen und werden in dem Gewebe eingefangen, wo sie festgehalten werden, bis die Strahlen der Sonne sie verbrennen."

 

Geschichte: Avyleni und die Träume

Es war einmal ein Indianermädchen Namens Avyleni. Sie lebte zusammen mit ihren Eltern im Gebiet der Navajoindianer. Sie war ein ganz schön mutiges Kind. Sie konnte reiten, ganz schnell laufen und hatte immer die tollsten Ideen. Mit ihren vielen Freunden wurde es ihr nie langweilig. Den ganzen Tag sang und spielte sie vergnügt.

Nur abends, wenn es dunkel war und die Wolken sich vor den Mond schoben, wurde es Avyleni etwas mulmig. Wenn es Zeit war schlafen zu gehen, und ihre Mutter wieder das Zelt verließ, hatte Avyleni Angst.

Sie hatte einmal von großen Bären, heulenden Wölfen und schrecklichen Masken geträumt. Davon war sie weinend aufgewacht. Seither versuchte sie gar nicht mehr einzuschlafen, oder sich immer an Vater oder Mutter zu kuscheln. Da sie ihren Eltern nicht erzählen konnte, wovor genau sie Angst hatte und niemand von ihren Träumen wusste, verstand ihre Mutter Avyleni nicht.

Eines Tages, Avyleni und ihre Mutter waren gerade bei der Großmutter, erzählte

diese, eine Geschichte von einem großen Bären der gegen ein Rudel Wölfe kämpfte. Da erinnerte sich Avyleni an ihren Traum und konnte nun ihre Großmutter um Rat und Hilfe bitten.

Die Großmutter gab nach langem Zuhören Avyleni einen Traumfänger, durch dessen Netz zwar die guten Träume hindurch kriechen können, die unschönen und Angst machenden aber hängen bleiben. Morgens nach dem Aufstehen sollte die Mutter den Traumfänger vorsichtig ausschütteln, damit in der nächsten Nacht wieder Platz für neue, gute Träume ist.

Als es nun Zeit war schlafen zu gehen hängte Avyleni ihren neuen Traumfänger über ihre Schlafstelle und schlief ein. Da ihre Großmutter sie noch nie angeschwindelt hatte, schon ganz lange auf der Erde war und damit ganz viel wusste, glaubte Avyleni natürlich diese Geschichte. Sie schlief ein und träumte vom Regen, von fröhlichen Indianertänzen und ihren Freunden.

Am nächsten Morgen stand sie wieder fröhlich und gut ausgeschlafen auf, um mit ihren Freunden zu spielen. Der Traumfänger hatte tatsächlich geholfen. Die bösen Träume konnten nicht zu Avyleni kommen.

Und so hatte sie keine Angst mehr, wenn es Zeit war schlafen zu gehen. Der

Traumfänger aber, hängt immer noch über ihrem Bett und ihre Mutter schüttelt ihn jeden Morgen gemeinsam mit Avyleni aus, damit die schönen Träume auch in Zukunft den Weg zu Avyleni finden, den unschönen aber der Weg versperrt bleibt.

Was bedeuten die auf den Traumfängern angebrachten Objekte?

Perle im Netz: für die aufgefangenen Träume, die wir nicht möchten, zum spielen.

Pferdehaar: Ausdauer und Beharrlichkeit

Türkis: Schutz und Heiterkeit

Kristall: Klärung, Zentrierung

Fell: Symbol für Behaglichkeit

Holz, Holzperlen: Verwurzelung, Ruhe

Klingel-Metall: schöne Geräusche vertreiben Negatives oder schlechte Laune

Coyote-Krallen: Humor

Bei den Indianern wird gesagt, dass man eigene Träume und Visionen in das Netz hineinflechten kann. Da diese Traumfänger unter guten Bedingungen im Familienverband zu Hause hergestellt werden und alle indianischen Regeln eingehalten werden, kommen nur gute Gedanken und Kräfte in das Netz. Ausserdem leben die Menschen in den Reservaten von der Herstellung dieser Kunst-Objekte.

Einen Traumfänger kann man auch problemlos selber herstellen.

Nach einiger Zeit kann man den Traumfänger  gründlich mit Rauch reinigen, zB. mit wildem Salbei.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bauanleitung des Traumfängers und das Netz weben

 

Bild 1: Binde Deine gesammelten Äste oder Wurzeln an deren Enden in eine Kreisähnliche und stabile Form. 

Die Natur ist uns dabei behilflich eine einzigartige Form entstehen zu lassen. Binde nun ein Ende der Schnur oben auf der Mitte an.

Binde Schlaufen in gleichmäßigen Abständen und spanne die Schnur immer gleichmäßig an. Achte darauf, dass Du immer in die selbe Richtung Schlaufen machst.

Bild 2: Beginne die 2. Reihe, indem Du Schlaufen in die Mitte der vorher gespannten Schlaufen einarbeitest. Die Schlaufen werden gegen Mitte immer kleiner. Achte darauf, dass Du immer regelmäßig anspannst. Nach Belieben kannst Du Perlen oder Kraftobjekte in die Schlaufen einarbeiten.

In der letzten Schlaufe, wenn das Netz fertig ist, die Schnur festknoten. Entweder kannst Du noch ein Objekt damit im Traumfänger festbinden oder den Rest der Schnur abschneiden.

 

Die Federn anbringen: Die Anzahl und Position ist Deiner Fantasie überlassen. Fädle Perlen auf eine Schnur und binde sie nach belieben ans untere Ende des Traumfängers. Tauche nun den Schaft Deiner Federn (möglichst feine) in Leim und stecke sie von unten in die Perle.

 

 

 

 

Was bedeutet die Perle, die oft ins Netz hineingeflochten wird?

 

Die anderen (von uns als schlecht bezeichneten) Träume fühlen sich vom Netz angezogen. Gleiches und gleiches zieht sich an, so heist eine universelle Regel. Da das Netz relativ wirr ist, zieht es Wirres an. Dort dürfen diese Träume spielen, als Unterhaltung finden sie verschiedene Objekte wie Perlen darin, bis das Morgenlicht sie ohnehin verschwinden lässt.

 

Bedeutung der Dinge, die auf Traumfänger angebracht werden

 

Edelsteine: diese haben eine ähnliche Bedeutung bei den Naturvölkern, wie sie auch bei uns wieder bekannt geworden ist. Sie enthalten Schwingung, die uns mit dem Universum in Verbindung bringt. Hier ein grober Überblick, wie die archetypischen Kräfte der Steine bei den Indianern benannt werden.

 

Kristall (durchsichtig): Der Stein der Klärung, reine Schwingung, Ausgleich. Sehr empfehlenswert für die Klärung von Gefühlen, Vergangenheit und für eine klare Vision unseres Lebenszwecks!

 

Amethyst (violett): Der Stein der Intuition (innere Stimme). Er lehrt Bescheidenheit, Verständnis und Weisheit und hilft uns, uns zu beruhigen und zentriert zu sein. Sehr empfehlenswert bei grossen Veränderungen, die im Leben stattfinden!

 

Türkis (grün-blau): Der Schutzstein der Indianer. Sowohl die Farbe des Himmels (blau) als auch die Erde (grün) ist darin enthalten. Ausgewogenheit, Schutz vor Verletzungen. Sehr empfehlenswert bei Neigung zu Unfällen, Unausgeglichenheit!

 

Aventurin (grün-durchsichtig): Erhöht die Wahrnehmung, Glücksstein, bei Hautproblemen.

 

Citrin (gelb): Der Stein für Übersensible Menschen. Hilft, eine Schutzbarriere in der Aura aufzubauen.

 

Tigerauge (braun): Der Stein für Vertrauen, Präsenz und Konzentration.

 

Medizinbeutel: Auch Pflanzen tragen mit ihrer Anwesenheit durch ihre Schwingung zu unserem Wohlbefinden bei. In den Medizinbeuteln befinden sich Salbei und Zeder. Salbei reinigt und Zeder schützt vor Negativem.

 

Coyote-Krallen: In der indianischen Mythologie verkörpert der Coyote den Narren. Er ist eine Lehrer auf einer höheren Ebene, der mit Humor und Listigkeit arbeitet. Wir ehren den Clown in uns und möchten oft lachen. Alle Tierbestandteile symbolisieren unsere Verbindung zu unseren älteren Brüdern und Schwestern der Tierwelt.

 

Pferdehaar: Das Pferd ist ein guter Begleiter auf allen Reisen, auch auf der Traumreise. Das Haar enthält dessen Kraft und symbolisiert eine gute Reise und Ausdauer.

 

Holz: Wärme, Verwurzelung, Ausgeglichenheit

 

Fell: Wenn nicht anders angegeben, verwenden die Indianer Hasenfell. Es symbolisiert Behaglichkeit und Comfort.

 

Spirit Chimes: sind kleine, glänzende Konen, die klingen, wenn sie berührt werden. Die Indianer sagen, dass Negatives (schlechte Gedanken, Träume) solche Klänge nicht mögen. Deshalb werden auch Glocken angebracht oder Klangstäbe.

 

Geweih: symbolisiert unsere Verbindung mit dem Himmel, unsere Wahrnehmung von Höherem Wissen wird dadurch gefördert.

 

Tonpfeilspitzen: Die Jagd ist heilig, denn sie dient der Beschaffung lebensnotweniger Güter. Symbolisch jagen wir heutzutage eine gute Schulnote oder einen tollen Job, ein brauchbares Auto... Die Pfeilspitze symbolisiert das Eindringen in das Zentrum, wir erlangen einen Treffer!

 

Tier-Darstellungen (Totem): Die Tiere (Krafttiere) verkörpern bestimmte Kräfte, die auch in uns schlummern.

Folgende Totems werden oft auf Traumfängern angebracht:

 

Bären (Kraft aus der Ruhe, Höhle)

 

Wölfe (Liebe, Lehrer, Harmonie im „Rudel“)

 

Delfine (Atmung, Lebensfreude)

 

Adler (geistiges Emporschwingen, Klarheit)

 

Schildkröten (Gelassenheit, emotionaler Schutz und Mutterschaft, Fürsorge)

 

Wale (Formen der geistigen Kommunikation)

 

Büffel (Erfüllung von Wünschen, Gebet, Versorgung mit Lebensnotwendigem)

 

 

 

 

 

 

Schau genau: Wenn man das Netz genau ansieht, kann man vieles darin erkennen: eine Blume mit 3-4 Blütenblättern. Oder eine Spinne mit 8 Beinen, die die Unendlichkeit des Universums darstellt. Fädelt man einige Perlen in nur eine Richtung ein, sieht man eine Spirale, diese bezieht sich auf altes Wissen der Indianer ob unserer Erbstruktur: die DNS-Spirale, aber auch auf den Aufstieg in andere geistige Ebene.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich wünsche Dir nun mit Deinem persönlichen und so besonderen Traumfänger ruhige und entspannte Nächte, und am Tage bei seinem Anblick all die Freude die Du bei seiner Entstehung erlebt hast!

 

 

 

 

Urpichay

 

 

 

Ulrike Roßberg

 

Die Blume Des Lebens