Magischer Raum Lemuria

Ulrike Roßberg


 

 

 

 

Im Tempel der Seele

 

 

Im Tempel der Seele begegne ich mir

 

Geschunden und rein


ist der Klang meines Sein


In qualvoller Wut seh ich Schöhnheit entstehen


Welch Wunder darf ich im Verborgenen sehen


Ich gebe mich hin


Ich tauche hinab


In Tiefen wo einst meine Schwester schon war


Mit lautem Gelächter und tosend Geschrei


sind Heerscharen tanzender Engel dabei


im Feuer die lodernden Winde zu schwängern
 

im peitschenden Nass wird die Erde zum Sänger

 

 In ihren Lauten so sanft
 

In ihrer Wahrheit so klar
 

Im Schrecken war niemals zuvor meinem Frieden so nah
 

Ach könnt ich doch ewig die Silbe nur sein
 

Der Teil eines Wortes der schwingt nie allein
 

Da seh ich mich nun mit geschlossenen Augen
 

und fühle was mein Begehren ist
 

Erfasse es
 

Achte es
 

Lass es herein
 

Ich spüre die Wärme
 

Erstrahle im Schein

 

 

 

 

*

 

 

 

Ich kann es glauben, kann es sehen


Ich muss das Wie auch nicht verstehen

 

 

Aus dem Gefühl kommt meine Kraft
 

Die um mich meine Welt erschafft

 

 

Denn wenn sich ein Gedanke hebt

 

Der Ursprung reinen Seins entsteht

 

 

Wenn Emotion auf Liebe trifft
 

Bin ich der Wirkung mir gewiss

 

 

Ist selbiges von der Angst erfüllt
 

Die Dunkelheit das Licht verhüllt

 

 

 

 

*

 

 

 

Lebensspiel

 


Gespannt habe ich nach dem Leben gerufen


Kaum war ich darin, war ich ständig am suchen


Vergessen was war, komm ich von Nirgendwo her


Werde bei meiner Heimkehr als Meister geehrt

 

So viele von Ihnen die warten da schon


Sie wollen selbst in das Spiel, denn sie kennen den Lohn

 

Im azurblauen Blick scheint wissend der Geist


Doch wäre das Spiel sinnlos, blieb diese Wirklichkeit


Denn nur durch Erfahrung kann die Ganzheit bestehen


Illusionen begleiten den weiteren Weg

 

So manch eine Hilfe empfand ich dabei als Last


Im Tal meiner Tränen machte ich gerne Rast


Und wie viele Male ein Freund zu mir sprach


Wollte oft gar nicht hören, was Er zu mir sagt

 

Es waren meine Regeln, hab sie selber genährt


Dies war mein Recht, es wurde niemals verwehrt

 

Im Bad meiner Gefühle, war es Glück oder Leid


Fand ich die Erfüllung die Jetzt in mir weilt


Aus der Last wurden Flügel, aus Erfahrung der Sinn


Das Ziel heißt gewinnen, es hallen die Worte

 

  Ich Bin

 

 

*

 

 

Ein Leben ist da nicht genug

 

 

Aus Nacht wird Tag, aus Schatten Licht


Ein Stern verglüht, die Strahlung bricht - sich in dem Raum der nie gewesen


wo Engel aus der Chronik lesen


Sie blicken auf, du kannst sie sehen


im Augenblick wirst du verstehen - wie Liebe das zusammenhält


wenn Menschsein auseinander fällt

 

 

So viele Welten ziehen vorbei


sie aufzuzählen – einerlei


Es ist - ist nicht, ist das was zählt, wenn Form und Zeit vorüber geht


Nie war es fremd, war nur vergessen


warst du nicht manchmal dagesessen


Hast tief in dich hineingespürt, gehofft dass was nach draußen führt

 

 

Ein Leben ist da nicht genug


es war geplant, denn Wasser trug – dich weit hinaus ins offene Meer


du leistest heftig Gegenwehr


Der Sturm ist hart, die Gischt vernebelt


Die Sicht wird schlecht, fühlst dich geknebelt


Als Opfer du zum Grunde sinkst, dein nächstes Leben freudig winkt

 

 

Noch sitzt du auf dem Regenbogen
 

und blickst hinab, es glätten Wogen – die gar nie wirklich existiert
 

nur durch Gedanken manifestiert
 

Und während ihr die Planung zeugt
 

in einem Leben ihr euch kreuzt
 

Um zu erfahren wie es ist, wenn Leben voller Liebe ist

 

 

*

 

 

 

 

Die Liebe

 

 

Sie erschafft und sie entfacht
 

Sie kann verstehen und verzeihen
 

Sie gibt dir Halt und Zuversicht...
 

Auch wenn aus dir der Wahnsinn spricht

 

 

Sie hält zusammen und sie teilt
 

Sie gibt dir Wärme und sie heilt
 

Aus ihr fließt Stärke und die Kraft
 

Wenn manchmal dich das Schicksal packt

 

 

Obwohl sich jeder nach ihr sehnt, haben Menschen davor Angst
 

Denn in ihrer Gegenwart, befindet sich die Akzeptanz
 

Doch das was ihnen fremd erscheint, passt nicht in ihr Konzept hinein
 

Drum wird so gerne abgelehnt, wonach sich jeder von uns sehnt

 

 

Wer von euch sagt, dass sie verletzt
 

Weil man sie in sein Herz rein lässt
 

Der weiß nicht was sie wirklich ist
 

Durch das Ego meist der Irrtum spricht

 

 

Da werden Mauern hoch gebaut
 

Damit sie sich nicht an dich traut
 

Dahinter sitzt du dann und jammerst
 

Ganz fest an deinem Drama klammerst

 

 

Es ist so einfach, du wirst sehen
 

Denn irgendwann wirst du verstehen
 

Erwarte nichts und gebe viel
 

Und sehe sie nicht als Strategie

 

 

Sie war schon da bevor du kamst
 

Und sie wird bleiben immerdar
 

Bedingungslos vereint sie sich
 

Sie steht zur Wahl und nicht als Pflicht 

 

 

*

 

 

Die Kraft In Dir

 

 

Es schiebt, es drängt, es kriecht empor
 

Es nagt, es hemmt, schleicht sich ins Ohr
 

Es jammert, stöhnt, es ächzt, es schreit
 

Wo ist nur die Gerechtigkeit

 

 

Was macht sie aus
 

Was gräbt sie ein
 

Kannst du es sehn
 

Ich glaube Nein

 

 

Des Teufels Lüge klopft bei dir
 

Dein Heldenmut treibt dich zu ihr
 

Dein Stolz ist was dich mürbe macht
 

Er höhlt dich aus, nimmt dir die Kraft

 

 

So vieles kann aus ihr entspringen
 

Doch bist du blind und fast von Sinnen
 

 

Erst wenn die Zukunft enger wird, der Schmerz fast unerträglich
 

 

Dann wirst du es vielleicht erkennen
 

DU bist dein Gegner dieses Rennens

 

 

Dann wird in dir die Stimme laut
 

Und sie verlangt, dass du ihr glaubst


 

Hat sie nicht immer treu gedient
 

Und wart ihr nicht ein tolles Team

 

 

Sie ist es die dir glaubhaft sagt
 

bin ICH in dir, dann hast du Macht


 

Bezweifelst du was mit dir spricht
 

in dem Moment Sie schon erlischt

 

 

Es ist die Angst, die Wut, der Neid, der Hass
 

nur daraus ist Die Macht gemacht


 

Aus ihrem Tod da keimt ganz sacht
 

in deinem Geist die wahre Kraft

 

 

 

*

 

 

 

 

JETZT

 

 

Du bist mir fremd und trotzdem nah
 

In deinem Bild erkenn ich klar
 

Wie Licht sich mehrfach dort vereint...
 

Dein Herzschlag durch den Körper scheint

 

 

In Sanftmut schwingt geballte Kraft
 

Aus dunklen Augen Leidenschaft
 

Verführend scheint der Blick im Licht
 

Im Schatten die Versuchung ist

 

 

Es ist ein Bild das ich betracht
 

Nur ein Moment im JETZT gemacht
 

Und nun in diesem Augenblick
 

Der Sender den Empfänger trifft

 

 

Die Zeit steht still, die Grenzen schwinden
 

Gefühle in mir Anklang finden
 

Ich lass es zu, mich einfach treiben
 

Ins Farbenmeer der Sinne gleiten

 

 

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Grenzen

 

 

Wer kann behaupten das ist viel
 

Was ist das Mass und wo das Ziel
 

Wer hat die Grenzen festgesetzt
 

Hatt es ein Nutzen oder Zweck

 

 

Für mich hat es mit Freiheit zu tun
 

Dort will ich gehn, jetzt bleib ich stehn, hier will ich ruhn
 

Will überschreiten wo eh nichts existiert
 

Nur in den Köpfen, nicht im Geist ist es passiert

 

 

Mag sein das Grenzen nötig sind
 

Doch sitzt in mir ein weinend Kind
 

Sucht Wege aus dem Labyrinth
 

Die für die Norm, in der Form gar nicht tragbar sind

 

 

Ich lehne ab, woran sich andere fest dran klammern
 

Denn für mich ist sichtbar nur ein Jammern
 

Begrenzt, beschränkt und ahnungslos, entstehen Mauern meterhoch
 

Da kann man plötzlich masslos sein, vor den Fassaden falscher Schein

 

 

Es gibt die Wahl ganz frei zu leben
 

Und jedem sollte Seins gegeben
 

Nur Vielfalt macht das Leben bunt
 

Und Akzeptanz bringts auf den Punkt

 

 

*